Filmfestival „Lateinamerikanische Tage“ in Leipzig

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Zum achten Mal findet in diesem Jahr das Filmfestival „Lateinamerikanische Tage“ statt. Vom 16.11. bis zum 25.11.2017 werden in diversen Kinos in Leipzig (und einer Spielstätte in Halle) insgesamt 32 Kurz- und Langfilme aus 15 verschiedenen Ländern gezeigt. Super Sache, finde ich!

Wie schon vor einiger Zeit in meinem Beitrag zum DOK Leipzig 2017 habe ich euch hier die Filme zusammengestellt, die mich persönlich besonders reizen. Aber auch der Rest des Programms ist mit Sicherheit sehenswert.

  • El eslabón podrido (Argentinien 2015)


    Der 50 Jahre alte, geistig behinderte Holzfäller Raulo, seine Mutter Ercilia, die örtliche Hexenmeisterin, und seine Schwester Roberta, die Dorfprostituierte – schon die Protagonisten versprechen große Unterhaltung. Und dann ist da ja noch diese dunkle Prophezeiung: Sollte Roberta irgendwann mit allen Männern des Ortes geschlafen haben, wird sie verstoßen werden und sterben. Leider ist nur noch ein Mann übrig. Aber der ist unsterblich in Roberta verliebt und hat eine zu allem entschlossene Ehefrau. Nach „Wild Tales“ (2014) bekommen wir damit schon wieder einen so blutigen wie skurrilen argentinischen Film zu sehen. Ich erwarte Großes!

    Vorstellungen:
    18.11.2017 / 18:00, Schaubühne Lindenfels
    24.11.2017 / 20:30, Mühlstraße 14 (Leipzig)
    25.11.2017 / 19:00, La BIM (Halle)

  • Guaraní (Argentinien/Paraguay 2015)


    Atilio, ein Fischer aus dem Volk der Guaraní in Paraguay, und seine Enkelin Iara machen sich auf den weiten Weg nach Buenos Aires zu Atilios schwangerer Tochter Helena. Denn Atilio wünscht sich nichts sehnlicher als einen Enkelsohn, an den er sein Wissen über die Kultur der Guaraní weitergeben kann, und will Helena davon überzeugen, ihr Kind in Paraguay zur Welt zu bringen. Ein „Road Movie“, der auf dem Wasser spielt, das ist doch mal neues.

    Vorstellungen:
    22.11.2017 / 21:00, La BIM (Halle)
    23.11.2017 / 19:00, Mühlstraße 14 (Leipzig)

  • Antes que se tire la sal (Bolivien/Mexiko 2015)


    Unter dem Boden der Salar de Uyuni, der größten Salzwüste der Welt, liegen enorme Lithiumvorkommen. Um diese Vorkommen auszubeuten, plant die bolivianische Regierung den Bau einer großen Fabrik. Doch das ist ökologisch bedenklich und zwar weit über Bolivien hinaus. Denn der weiße Wüstenboden reflektiert viel Sonnenlicht und wirkt damit der globalen Erwärmung entgegen.

    Vorstellungen:
    22.11.2017 / 18:00, Mühlstraße 14 (Leipzig)
    23.11.2017 / 19:00, Cineding
    24.11.2017 / 18:30, Mühstraße 14 (Leipzig)

  • Entonces Nosotros (Costa Rica 2016)


    Um ihre Beziehung zu retten, plant Diego, seiner langjährigen Freundin Sofía während eines Strandurlaubs einen Heiratsantrag zu machen. Doch als sie dort zufällig Sofías alte Freundin Malena treffen, werden die Dinge merkwürdig. Er spürt, dass die beiden eine gemeinsame Vergangenheit haben, von der er nichts weiß, und beginnt das geplante Leben in Frage zu stellen.

    Vorstellungen:
    18.11.2017 / 22:00 Uhr, Schaubühne Lindenfels
    20.11.2017 / 22:00 Uhr, Schaubühne Lindenfels

P.S. Es gibt im Rahmen des Festivals übrigens nicht nur Filme zu sehen. Der Workshop zu Populismus in Lateinamerika (18.11.2017 ab 14:00 im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Universität Leipzig, Beethovenstr. 15, Raum 4.116) klingt auch ausgesprochen interessant, gerade wenn man die aktuelle Entwicklung in Venezuela bedenkt.

Vince

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